Demographischer Wandel

Demographischer Wandel
Alterung in Deutschland treibt die Menschen in die Ballungsräume
 

04. Februar 2006 Der demographische Wandel in Deutschland treibt die Menschen wieder zurück in die Städte. Das hat die Bertelsmannstiftung in einer umfangreichen demographischen Analyse herausgefunden, die der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vorliegt.


Die großen Metropolregionen um Berlin, Hamburg, Frankfurt, München und Stuttgart sind die Gewinner der Wanderungsbewegungen. Der Trend der Wanderung in Richtung dieser Regionen werde sich in den nächsten 15 Jahren noch verstärken.

Die demographische Analyse der Bertelsmannstiftung umfaßt alle fast 3000 Gemeinden in Deutschland mit mehr als 5000 Einwohnern. In diesen Gemeinden leben zusammengenommen 85 Prozent aller Deutschen. Die Forscher haben diese Gemeinden im Hinblick auf die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung untersucht und Prognosen bis zum Jahr 2020 abgegeben. Sie haben damit eine in Deutschland bisher einmalige Datenbasis geschaffen, die es ermöglicht, Kommunen direkt mit einander zu vergleichen.

Ratlose Kommunen ohne Gegenkonzept

Deutlich wird anhand der Bestandsaufnahmen und Prognosen, daß viele Gemeinden ihrer Zukunft ratlos gegenüberstehen, und keine Konzepte oder Ideen haben, um auf  das starke Altern der Einwohner und deren Anbwanderung zu reagieren. Es ist klar zu erkennen, welche Städte sich im demographischen und ökonomischen Niedergang befinden, ohne daß sie eine Chance hätten, diesen Prozeß überhaupt noch aufzuhalten. Sie sind eindeutig die Verlierer im schon bestehenden harten kommunalen Wettbewerb. Dabei handelt es vor allem um die Städte des Ruhrgebiets sowie die ostdeutschen Großstädte Chemnitz, Halle, Magdeburg, Gera und Cottbus.

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Von Sonntag, 5. Februar, an kann jeder die demographischen Daten unter www.aktion2050.de/wegweiser einsehen

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

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